Zürich 2026
Der Swiss Cup ist kein gewöhnlicher Wettkampf: Hier turnen eine Turnerin und ein Turner gemeinsam für ihr Land, und nur zusammen kommen sie weiter. Was der Schweizerische Turnverband 1982 als Kuriosum erfand, ist inzwischen dabei, olympisch zu werden – bei den Spielen 2028 in Los Angeles steht der Mixed-Team-Wettkampf erstmals auf dem Programm. Zürich hat also über vierzig Jahre lang etwas vorgemacht, das der Rest der Turnwelt gerade übernimmt.
Wie der Swiss Cup funktioniert
Pro Nation startet ein Paar: eine Turnerin, ein Turner. Sie turnen an ihren jeweiligen Geräten, ihre Noten werden addiert, und das Team kommt gemeinsam weiter oder scheidet gemeinsam aus. Über mehrere Runden schrumpft das Feld, bis im Finale zwei Paare um die Trophäe turnen.
Der Reiz liegt in dieser Kopplung. Ein Patzer der Turnerin kann durch eine starke Übung des Turners aufgefangen werden und umgekehrt – und weil bis zur letzten Übung addiert wird, kippt die Entscheidung oft erst am Schluss.
Die Zürcher Erfindung wird olympisch
Seit der ersten Austragung 1982 setzt der Schweizerische Turnverband auf gemischte Teams. Über Jahrzehnte war das eine Zürcher Eigenheit, die im offiziellen Wettkampfkalender nirgends vorkam.
Das hat sich geändert. Bei der Europameisterschaft 2025 in Leipzig wurde erstmals ein Mixed-Team-Finale ausgetragen, und 2028 in Los Angeles feiert der Modus nach Angaben des Verbands seine olympische Premiere. Wer verstehen will, wohin sich das Kunstturnen bewegt, schaut nach Zürich.
Was 2026 anders wird
Der Schweizerische Turnverband kündigt für die Ausgabe 2026 ein modernisiertes Format an, in dem der Ländervergleich stärker betont und der Teamgedanke deutlicher herausgestellt werden soll. Wie genau der Modus aussieht, hat der Verband noch nicht veröffentlicht.
Sobald die Details vorliegen, stehen sie an dieser Stelle.
Eine Besonderheit: die gemischten Paare
Ba'mour
2024 turnten Kaylia Nemour aus Algerien und der Schweizer Christian Baumann gemeinsam und wurden Zweite.
DeuTalia
Im selben Jahr holten Karina Schönmaier und der Italiener Mario Macchiati als deutsch-italienisches Paar Rang drei.
Zwei Schweizer Teams
Der Gastgeber stellt traditionell zwei Paare, Schweiz 1 und Schweiz 2, und verdoppelt damit seine Chancen.
Der Swiss Cup lässt Paare zu, die sich über Ländergrenzen hinweg zusammenfinden – ein Format, das sonst nirgends im Kunstturnen existiert.
Die deutsche Beteiligung
Deutschland ist in Zürich regelmäßig vertreten. 2023 turnten Pauline Schäfer-Betz und Lukas Dauser, 2024 waren es Lea Marie Quaas und erneut Dauser – und Karina Schönmaier stand im selben Jahr als Teil des deutsch-italienischen Paares auf dem Podest.
Wer 2026 für Deutschland antritt, ist noch offen.
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2024
Frankreich gewinnt mit Morgane Osyssek-Reimer und Léo Saladino. Dahinter Ba'mour, Dritte werden Karina Schönmaier und Mario Macchiati.
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2023
USA gewinnen mit Jade Carey und Yul Moldauer vor Italien. Für Deutschland turnen Pauline Schäfer-Betz und Lukas Dauser.
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2022
Italien gewinnt mit Martina Maggio und Nicola Bartolini vor den USA.
Der Modus, der 2028 olympisch wird
Wie sich Mannschaften und Einzelturnerinnen für Los Angeles qualifizieren – und welche Rolle der Mixed-Team-Wettkampf dort spielt.
Hinkommen und dabei sein
Die Halle
Hallenstadion Zürich
Wallisellenstrasse 45
8050 Zürich
Türöffnung 14:30 Uhr, Wettkampfbeginn 16:00 Uhr.
Tickets
Der Vorverkauf läuft über das Hallenstadion und den Schweizerischen Turnverband.
Anreise
Von Frankfurt fährt der ICE direkt nach Zürich Hauptbahnhof, Fahrzeit rund vier Stunden.
Vor Ort mit dem Tram 11 bis Haltestelle Hallenstadion, gut zwanzig Minuten ab Hauptbahnhof.