Paris 2026
Drei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Rotterdam schließt Paris die Challenge-Cup-Serie des Jahres ab – in derselben Halle, in der im Sommer 2024 die olympischen Gerätefinals geturnt wurden. Für viele Turnerinnen ist es der letzte internationale Wettkampf vor dem Saisonhöhepunkt, ein Formtest unter Wettkampfbedingungen, bei dem nichts auf dem Spiel steht außer der eigenen Standortbestimmung.
Das Programm
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Sa, 26.09.2026
Qualifikation
Alle gemeldeten Turnerinnen absolvieren ihre Übungen an den Geräten, für die sie gemeldet sind. Die besten acht je Gerät erreichen das Finale.
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So, 27.09.2026
Gerätefinals
Vier Entscheidungen bei den Frauen: Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Die Qualifikationsnoten werden gestrichen, im Finale zählt allein die neue Übung.
Wofür ein Challenge Cup zählt – und wofür nicht
Der Weltverband führt zwei Serien nebeneinander, und nur eine davon vergibt Startplätze.
- Weltcup-Serie: die Gerätewettkämpfe des Frühjahrs, 2026 in Cottbus, Baku, Antalya, Kairo und Osijek. Wer am Ende der Serie zu den besten acht an einem Gerät gehört, kann sich damit für die Weltmeisterschaft qualifizieren – bis zu 32 Plätze bei den Frauen. Nach demselben Muster werden im Frühjahr 2028 acht Einzelstartplätze für die Olympischen Spiele vergeben.
- Challenge-Cup-Serie: die zweite Reihe, 2026 in Warna, Taschkent, Koper, Szombathely und zum Abschluss in Paris. Hier gibt es Seriensiege am einzelnen Gerät, Ranglistenpunkte und Preisgeld. Startplätze werden nicht vergeben.
In Paris ist also kein Ticket zu gewinnen, weder für Rotterdam noch für Los Angeles. Wer hier turnt, sammelt Wettkampfpraxis und testet drei Wochen vor der Weltmeisterschaft eine neue Übung unter Wertungsrichterinnen.
Die vier Entscheidungen
Sprung
Zwei Sprünge aus verschiedenen Sprunggruppen, gewertet wird der Durchschnitt.
Stufenbarren
Gerätefinale der besten acht aus der Qualifikation.
Schwebebalken
Gerätefinale der besten acht auf zehn Zentimetern Breite.
Boden
Gerätefinale der besten acht, mit Musik und Choreografie.
Warum keine Deutsche startet
In der nominativen Meldeliste des Weltverbands vom 28. August steht keine deutsche Turnerin. Der Grund liegt im Kalender: Am selben Samstag turnt die 1. Bundesliga in Ketsch ihren dritten Wettkampftag, und dort geht es um Punkte für das DTL-Finale.
Wer für ihren Verein in der Neurotthalle antritt, kann nicht gleichzeitig in Bercy stehen. Für die deutschen Turnerinnen ist Ketsch damit der letzte Wettkampf vor Rotterdam – und die Liga hat Vorrang vor einem Formtest ohne Startplätze.
Wer in Paris turnt
68 Turnerinnen aus 28 Ländern stehen in der nominativen Meldung des Weltverbands. Dreh am Rad, um die Meldungen eines Landes zu sehen.
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Die Angaben nennen die gemeldeten Geräte, nicht die tatsächlichen Starts. Hors Concours bedeutet: außer Konkurrenz, ohne Anspruch auf einen Finalplatz.
Danach: die Weltmeisterschaft in Rotterdam
Drei Wochen nach Paris beginnt der Saisonhöhepunkt. Sechs Titel und die ersten drei Startplätze für die Olympischen Spiele 2028.
Hinkommen und dabei sein
Foto: Lisa Grekan
Die Halle
Accor Arena
8 Boulevard de Bercy
75012 Paris
Austragungsort der olympischen Turnwettkämpfe von 2024, mit der begrünten Fassade im Osten der Stadt.
Anreise
Von Frankfurt fährt der TGV direkt nach Paris Gare de l'Est, Fahrzeit rund vier Stunden.
Vor Ort Metro 6 oder 14 bis Station Bercy, der Eingang liegt direkt gegenüber.