World Challenge Cup · Kunstturnen der Frauen

Szombathely 2026

18.–20. September 2026 Aréna Savaria, Szombathely

Rebeca Andrade nach dem Mehrkampffinale der Olympischen Spiele 2024 in Paris, in dem sie Silber gewann
Foto: IMAGO / LaPresse

Die westungarische Stadt an der österreichischen Grenze richtet ihren Challenge Cup seit Jahren aus – und hat für 2026 eine Meldung bekommen, die für dieses Format ungewöhnlich ist: Rebeca Andrade turnt in Szombathely. Die Olympiasiegerin ist für Sprung und Balken gemeldet, an ihrer Seite Flávia Saraiva. Fünf Wochen vor der Weltmeisterschaft in Rotterdam ist der Wettkampf für viele Turnerinnen der Ort, an dem eine neue Übung zum ersten Mal vor Wertungsrichterinnen läuft.

Das Programm

  • Fr, 18.09. – Sa, 19.09.

    Qualifikation

    Alle gemeldeten Turnerinnen absolvieren ihre Übungen an den Geräten, für die sie gemeldet sind. Die besten acht je Gerät erreichen das Finale.

  • So, 20.09.2026

    Gerätefinals

    Vier Entscheidungen bei den Frauen: Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Die Qualifikationsnoten werden gestrichen, im Finale zählt allein die neue Übung.

Die Aufteilung auf die drei Tage folgt dem üblichen Ablauf eines Challenge Cups; der verbindliche Zeitplan des Weltverbands liegt noch nicht vor.

Wofür ein Challenge Cup zählt – und wofür nicht

Der Weltverband führt zwei Serien nebeneinander, und nur eine davon vergibt Startplätze.

  • Weltcup-Serie: die Gerätewettkämpfe des Frühjahrs, 2026 in Cottbus, Baku, Antalya, Kairo und Osijek. Wer am Ende der Serie zu den besten acht an einem Gerät gehört, kann sich damit für die Weltmeisterschaft qualifizieren – bis zu 32 Plätze bei den Frauen. Nach demselben Muster werden im Frühjahr 2028 acht Einzelstartplätze für die Olympischen Spiele vergeben.
  • Challenge-Cup-Serie: die zweite Reihe, 2026 in Warna, Taschkent, Koper, Szombathely und zum Abschluss in Paris. Hier gibt es Seriensiege am einzelnen Gerät, Ranglistenpunkte und Preisgeld. Startplätze werden nicht vergeben.

In Szombathely ist also kein Ticket zu gewinnen, weder für Rotterdam noch für Los Angeles. Wer hier turnt, sammelt Wettkampfpraxis und Ranglistenpunkte – und testet fünf Wochen vor der Weltmeisterschaft eine neue Übung unter Wettkampfbedingungen.

Die vier Entscheidungen

Sprung

Zwei Sprünge aus verschiedenen Sprunggruppen, gewertet wird der Durchschnitt.

Stufenbarren

Gerätefinale der besten acht aus der Qualifikation.

Schwebebalken

Gerätefinale der besten acht auf zehn Zentimetern Breite.

Boden

Gerätefinale der besten acht, mit Musik und Choreografie.

Warum keine Deutsche startet

In der nominativen Meldeliste vom 19. August steht keine deutsche Turnerin. Für den Deutschen Turner-Bund liegt der September zwischen zwei anderen Terminen: der Bundesliga, die am 26. September in Ketsch ihren dritten Wettkampftag turnt, und der Weltmeisterschaft ab dem 17. Oktober in Rotterdam.

Aus dem deutschsprachigen Raum ist trotzdem jemand dabei. Österreich meldet mit Collien Moerz, Katharina Gschiel und Selina Kickinger drei Turnerinnen.

Zur Weltmeisterschaft in Rotterdam →

Meldeliste · Stand 19. August 2026

Wer in Szombathely turnt

52 Turnerinnen aus 19 Ländern sind gemeldet. Dreh am Rad, um die Meldungen eines Landes zu sehen.

Die Angaben nennen die gemeldeten Geräte, nicht die tatsächlichen Starts. Hors Concours bedeutet: außer Konkurrenz, ohne Anspruch auf einen Finalplatz. Nachgemeldet heißt: nach der Meldeliste des Weltverbands vom 19. August benannt, Geräte dort noch nicht ausgewiesen.

Eine Woche später: Paris

Der letzte Challenge Cup der Saison schließt die Serie in der Accor Arena ab – dort, wo 2024 die olympischen Gerätefinals geturnt wurden.

Hinkommen und dabei sein

Die Halle

Aréna Savaria
Szombathely, Ungarn

Seit Jahren fester Austragungsort des ungarischen Challenge Cups.

Tickets und Zeitplan

Karten laufen über den ungarischen Turnverband. Directives und Zeitplan erscheinen auf der Eventseite des Weltverbands.

Zum Kalender von World Gymnastics →

Anreise

Szombathely liegt rund 120 Kilometer südlich von Wien, direkt hinter der österreichischen Grenze.

Mit dem Zug ab Wien Hauptbahnhof gut zwei Stunden, mit dem Auto knapp anderthalb.